Wo liegt der Unterschied zu “normalen” Glühlampen?
Die „normalen“ Lampen mit Tageslicht mischen ihr Licht üblicherweise mit den drei Farben Rot, Grün und Blau. Das Gehirn versucht zwar, die fehlenden Bereiche des Spektrums auszugleichen, was aber wohl zu erhöhtem Stress bei der Kompensation und auch zu einer schnelleren Ermüdung der Augen führt.
Vollspektrumlampen mit Tageslicht hingegen erzeugen ihr weißes Licht mit den sieben Regenbogenfarben und sind damit viel näher am Sonnenlicht, das man ja mit einem Prisma in die einzelnen Farben aufspalten kann. Menschen haben sich mit dem natürlichen Licht der Sonne entwickelt und so scheint es nachvollziehbar, dass das Auge dieses als natürliches Licht entspannender empfindet.
Wir haben versucht, das unterschiedliche Licht der umschaltbaren LED-Lampe fotografisch einzufangen. Die jeweils zweiten Bild zeigen das frischere Vollspektrum-Tageslicht. Die Wand und auch das Buch auf dem Sofa spiegeln das klare, kältere Licht wieder.
Warum sind Tageslichtlampen eine gute und gesund machende Alternative zu normalen Lampen?
Wir alle sind im Vergleich zu früheren Generationen viel länger in geschlossenen Räumen ohne Tageslicht. In den dunkleren Monaten geht man oft aus dem Haus, wenn es noch dunkel ist und kommt von der Arbeit, wenn es wieder dunkel ist. Dazwischen ist man meist Kunstlicht ausgesetzt. Studien weisen wohl nach, dass ein Mangel an Tageslicht zu Kopfschmerzen, Unwohlsein, Konzentrationsstörungen und Energielosigkeit bis hin zur Winterdepression führen kann. Mit der Licht-Information „Es ist taghell, sei wach und aktiv“ durch Sonnenlicht steigerten sich hingegen körperliche und psychische Leistungsfähigkeit und auch das subjektive Wohlbefinden.
Beim Ausprobieren unserer Tageslichtleuchten haben wir für uns Folgendes festgestellt: Wir empfinden die Lichtfarbe als sehr angenehm und frisch, am Anfang fanden wir sie allerdings ungewohnt hell. Tatsächlich können wir mit den Tageslicht-Leuchten viel besser lesen und auch die Farben sehen „echter“ aus. Auch beim Stricken, Sticken und Nähen hat uns das vollspektrale Licht schon gute Dienste geleistet, insbesondere auch weil die Sehkraft etwas schwächer wird … Auch ist in kleineren Räumen mit wenig Tageslicht das Raumklima sehr viel angenehmer und fröhlicher durch die geänderte Beleuchtung.
Vollspektrumlampen leuchten hell. Wer das mag, kann sich beispielsweise ein großes Leuchtmittel als Stehlampe in eine Birke hängen und seinen Raum ausleuchten. Wem dieses Licht z.B. in einem Wohnzimmer zu „kalt“ ist, der kann das Leuchtmittel auch in einem Lampenschirm verwenden. Das vollspektrale Licht scheint nach unten und unterstützt beim Lesen und Arbeiten, die Helligkeit des Lichts ist aber durch den Lampenschirm nach außen ein wenig abmildert. Auch im Kinderzimmer erleichtert das vollspektrale Licht der Tageslichtlampen Lesen, Basteln, Spielen oder Hausaufgaben-Machen, eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen wird allerdings empfohlen, ein anderes Leuchtmittel mit wärmerem Licht zu verwenden. Auch die Abendsonne hat ja ein wärmeres Licht.